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Soforthilfe zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung durch Trinkwasseraufbereitung und Bau von Trinkwasserbrunnen in Al Najaf, Irak


Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes hat RIRP (Rebuild Iraq Recruitment Program) in der Provinz Al Najaf Brunnen und Wasseraufbereitungsanlagen zur Trinkwasserversorgung von 40.000 Flüchtlingen gebaut. Das Projekt ist ein großer Erfolg und erhält viel Anerkennung sowohl vonseiten der örtlichen Gemeinden als auch von den Begünstigten, die für den Zugang zu sauberem Wasser zutiefst dankbar sind.

Aufgrund der anhaltenden Bedrohung durch ISIS ist die Sicherheitslage im Irak weiterhin instabil. Nicht nur in den besetzten Gebieten verüben die Dschihadisten Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung. Die Folge ist ein Exodus aus den gefährdeten Gebieten in sicherere Zonen. Aktuell sind im Irak etwa 2 Millionen Menschen auf der Flucht, von denen die meisten unter widrigsten Umständen leben.

Vor diesem Hintergrund wurde das Gebiet um Al Najaf 2014 ein Zufluchtsort für mehr als 80.000 Binnenvertriebene, von denen die meisten aus dem Nordirak, wie etwa aus Mossul, Tal Afar und Salah ad-Din, stammen. Heute leben rund 40.000 Vertriebene entlang der Kabala-Straße der Provinz Najaf. Dort haben sich informelle und notdürftige Siedlungen mit wenig oder keiner ausreichenden Infrastruktur gebildet, in denen der Zugang zu Lebensnotwendigem äußerst begrenzt ist. Das durchgeführte Projekt dämmt den akuten Trinkwassermangel entlang dieser Strecke ein und sichert die zukünftige Wasserversorgung. Die viermonatigen Bauarbeiten für die 10 Brunnen und Umkehrosmoseanlagen wurden im März 2015 beendet und die Installationen in einem feierlichen Rahmen an die lokale Gemeinde übergeben. Am 28. März fand eine große Eröffnungsfeier statt, in der die Vertreter der örtlichen Gemeinde, der dortigen Vertriebenen sowie auch des irakischen Ministeriums für Vertreibung und Migration ihre Dankbarkeit ausdrückten. Es fand zudem ein reger Austausch der Beteiligten bezüglich Bedürfnissen, Erwartungen und Erfahrungen statt.

Trotz des hohen Sicherheitsrisikos sind sowohl die Bauarbeiten als auch die Eröffnungsfeier friedlich verlaufen. Dennoch bleibt der Irak vorerst eine Herausforderung für die humanitäre Hilfe, die so dringend notwendig ist, um weitere Projekte wie dieses zu realisieren.