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Helfen macht Schule


Gebildete Menschen sind für den IS gefährlich. Und Mädchen, die eine Schule besuchen, damit sie später auf eigenen Füßen stehen können, sind für die Radikalislamisten ein Graus. Doch für die zehnjährige Lya ist die neue Schule in Mansour, einem Stadtteil der irakischen Hauptstadt Bagdad, ein großartiger Ort! War der Irak in der Region vor zehn Jahren noch ein Land mit einer vergleichsweise hohen Schulbildung, haben Bürgerkrieg und Terror die Analphabetenrate stark ansteigen lassen. Eine Entwicklung, die jetzt gestoppt werden soll. Über 170 Schul-Renovierungs-Projekte hat allein RRI im vergangenen Jahr im Irak realisiert. Drei Monate haben Handwerker, viele davon Eltern der zukünftigen Schülerinnen und Schüler, die heruntergekommenen Gebäude von Grund auf saniert.

Neben der Renovierung der Klassenzimmer wurden vor allem die sanitären Anlagen wieder instand gesetzt. Tische, Stühle, gestrichene Wände und neue Tafeln – alles wirkt an Lyas erstem Schultag hell und freundlich. Jetzt stehen die ersten Unterrichtsstunden an, und das Mädchen freut sich sehr, daran teilzunehmen. Möglich wurde dies alles, weil mit UNICEF und der Deutschen Botschaft großzügige Unterstützer gefunden wurden. Doch mit der Renovierung ist es nicht getan. Zwar ist Schulbildung im Irak offiziell für alle frei zugängig, doch die Realität sieht derzeit anders aus. Damit Lya auch weiterhin mit Freude zur Schule gehen kann, braucht sie noch viel Unterstützung.